Ausdrucksmalen im Malort

Malen in der Gruppe, gemeinsam mit anderen, dabei aber jeder für sich

 

 

Für 1 1/2 Stunden eintauchen in eine andere Sphäre, in der du es dir erlaubst, dich nur auf dich selber zu konzentrieren und alles andere draußen zu lassen.

Durch das Malen im Malort kannst du:

- Dem Leistungsdruck etwas entgegensetzen!
- Deine Konzentrationsfähigkeit erhöhen!
- Ausgeglichener werden!
- Selbstwertgefühl aufbauen!

Als junger Mann entdeckte Arno Stern das Glück und die Notwendigkeit des Ausdrucksmalens . Nicht das Produkt ist bei dieser Malerei das Ziel sondern das Erlebnis der eigenen Gestaltungskraft.
Er nennt es "das Malspiel".

Siehe dazu auch: "Alphabet" - ein Film von Erwin Wagenhofer.
www.alphabet-film.com/



In der Mitte des Raumes der Palettentisch,
18 Farben mit den dazugehörigen Pinseln.
Ein Blatt Papier an der Wand, eine Farbe, ein Pinsel, ein Punkt,
ein Strich, eine Fläche, eine neue Farbe,
neue Punkte, Striche, Flächen.

Dein Bild ergibt sich wie von selbst, absichtslos und doch nicht zufällig.
Es ist deine Seele, die malt.
Alles, was auf deinem Bild erscheint, hat seine Berechtigung.
Gut oder schlecht, richtig oder falsch - solche Bewertungen gibt es nicht im Malort.

Wenn nichts mehr auf deinem Bild hinzugefügt werden will, kannst du von neuem beginnen mit einem neuen Blatt Papier an der Wand.

Braucht deine Seele mehr Raum, kannst du das Bild durch weitere Blätter in jede Richtung beliebig erweitern. Bei jedem Malen im Malort kannst du an deinem Bild weitermalen - so kann dein Bildraum unendlich wachsen.

Um dich herum sind andere, die dasselbe erleben wie du.
Du bist nicht allein, du begegnest ihnen am Palettentisch, wenn du neue Farbe holst. Wenn du dich dann wieder deinem Bild zuwendest, bist du wieder für dich, denn dein Bild geht nur dich selbst etwas an. Ihr erlebt Gemeinschaft, aber nicht Konkurrenz. Es darf im Malort geredet, gescherzt und gelacht werden, aber über die Bilder wird nicht gesprochen. So sind sie vor fremder und damit auch deiner eigenen Bewertung geschützt. Aus dem gleichen Grund dürfen die Bilder auch den Malort nicht verlassen. Ich hebe sie für dich auf. Wann immer du möchtest, kannst du zu mir kommen und dein Bild ansehen. Wahrscheinlich ist dir das aber gar nicht mehr wichtig, denn du lernst mit der Zeit, das es um das Erlebnis beim Malens geht, nicht um das fertige Bild.

Für wen?

Gruppen mit bis zu 12 Teilnehmern, Kinder, Erwachsene, am Besten bunt gemischt. Künstlerische Vorkenntnisse sind nicht notwendig, sogar eher hinderlich. Es ist ein natürliches Bedürfnis des Menschen, sich auch bildlich auszudrücken. Kinder haben das noch nicht verlernt, bei uns Erwachsenen ist es verschüttet und verstört. Doch mit etwas Geduld kann es wieder geweckt und das lange Angestaute befreit werden. In gemischten Gruppen ist das Empfinden von Konkurrenz besonders vermindert und Erwachsene können von der besonderen Unbefangenheit der Kinder lernen.
Jedoch auch Kinder leider oft schon ganz besonders unter Leistungsdruck, Konzentrationsschwierigkeiten, mangelndem Selbstwertgefühl, sind unausgeglichen und Reizüberflutet. Beim ersten mal Malen wird sich der Erfolg noch nicht einstellen, es braucht ein bisschen, um den allgegenwärtigen Wirkungen von Leistungsdruck und Ablenkung entgegenzuwirken.
Nach einigen Malen jedoch stellt sich dann eine spürbare Beruhigung ein und Kindern und Eltern beginnen zu ahnen, welches zur Ruhe kommen und auf sich selbst Besinnen im Malort möglich ist.